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Chronik

Ca. 1950, einige Jahre nach Beendigung des zweiten Weltkrieges, begannen einige Hundefreunde im Garten der Gaststätte "Gute Quelle" in Serkowitz ihre Hunde auszubilden.

Durch steigende Mitgliederzahlen war es notwendig, einen größeren Ausbildungsplatz zu suchen. Vom Rat der Stadt Radebeul wurde uns ein Grundstück auf der Festwiese in Radebeul hinter der Sporthalle zugewiesen.

1953 begannen wir mit dem Bau des Gerätewagens, der das Jahrhunderthochwasser 2002 als einziger unserer Unterkünfte überstanden hat.

Durch die Zuweisung des Geländes auf der Festwiese hieß es den Platz für die Arbeit mit den Hunden vorzubereiten. Platzbau war angesagt und später die Erhaltung und Erweiterung. Zum Gerätewagen kamen zwei weitere und dann noch ein dritter hinzu.

Nicht immer herrschte eitler Sonnenschein in unserem Hundesportverein. Es gab Rückschläge in der Ausbildung und auch in der Zucht. Es musste ein viermaliger Wechsel der Unterstellungsverhältnisse (Dachverbände) verkraftet werden.

  • Deutsche Schäferhunde Radebeul im Landesverband Sachsen
  • Deutsche Schäferhunde in der Gesellschaft für Sport und Technik Kleingärtner und Siedler (VKSK)
  • ab 1961 Sektion Dienst- und Gebrauchthunde
  • im Mai 1990, durch die Wende und Auflösung der ehemaligen DDR bedingt, zum Schutz- und Gebrauchshundesportverband

Der Schutz- und Gebrauchshundesportverband e.V. ist das 7.Mitglied im Deutschen Hundesportver- band der Bundesrepublik Deutschland.

Interessant ist es zu wissen, dass wir sieben geschützte Zuchtzwinger hatten. So konnten wir 1976 acht DSH-Würfe und 1978 sechs Würfe mit 34 Welpen verbuchen. Das bedeutete aber auch, dass wir jährlich zwei Nachzuchtbeurteilungen und zwei Schutzhund- und Fährtenhundeprüfungen I-III organisieren und durchführen konnten.

Besondere von uns durchgeführte, mit organisierte oder unterstützte Veranstaltung waren unter anderem:

  • 9x haben wir Kinder aus Tschernobyl (Kinderlager Volkersdorf) beschenkt, auf unserem Platz beköstigt und durch Spiele, Hüpfburg, Hundevorführungen und Streichelhunde erfreut.
  • Wir haben viele Schauvorführungen mit unseren Hunden zum 1.Mai (DDR-Volksfeiertag) oder anderen Anlässen durchgeführt.
  • Erfreuen konnten wir Kinder durch unsere Besuche im Mohrenhaus Radebeul.
  • Mit dem Polizeirevier Radebeul herrschte eine langjährige Freundschaft. Es wurde gemeinsam gearbeitet und bei besonderen Anlässen kamen wir gemeinsam zum Einsatz.
  • Die Stadt Radebeul hat der Ortsverein e.V. Radebeul 5x zum Tag der Sachsen vertreten

Baugeschehen

1953 Bau des Gerätewagens
Trotz der kleinen Größe konnte jahrelang ein frohes Vereinsleben durchgeführt werden. Der Ausbildungsplatz war bescheiden. Wenn Prüfungen durchgeführt wurden, mussten wir die Festwiese mit einbeziehen.

1978 Erste Umzäunung durch einen Kassettenzaun.
Die damaligen Sportfreunde, Georg und Roland Hentrich, organisierten die ersten zwei Wohnwagen. Ein großer Niveausprung war geschaffen. Einer wurde zur Küche und der andere wurde zur Unterkunft umfunktioniert.

1979 Großreparatur an beiden Wohnwagen.
Die Dächer wurden erneuert und die Außenwände verkleidet. Damit konnten die Wohnwagen bis zum Augusthochwasser 2002 erhalten werden. Bis dahin hatten wir jedes Hochwasser überlebt - und zwar ohne jeden Schaden. 1985 Das Holzpodest wurde abgerissen und durch ein Betonpodest ersetzt.1986 Der erste größere Boxenbau zur Unterbringung unserer Hunde wurde durchgeführt.

1992 Weitere Boxen wurden errichtet. Für alle vorhandenen Boxen wurden Gittertüren angefertigt. Ende 1992 kam ein dritter Wohnwagen hinzu. Die Unterkünfte wurden erweitert.

1997 Erweiterung des Ausbildungsplatzes. Die Arbeiten zogen sich von Mai bis September hin. Unterstützt wurden wir dabei von der damaligen Firma Wytowiak und besonders durch den Sportfreund Reinhard Hamann, der die Einrüstung stellte und die Bauführung übernahm. Der Zaun und der Ausbildungsplatz wurden eine Augenweide. Nunmehr konnten die Prüfungen innerhalb des Ausbildungsplatzes durchgeführt werden. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass der neue Zaun durch unsere Sportfreunde selbst finanziert wurde. Ca. 15.000,- DM wurden aufgebracht!

Im Jahre 2002 kam dann das Jahrhunderthochwasser. Wie immer haben wir die Sicherungen, die bei Hochwassermeldungen notwendig waren, durchgeführt. Diesmal leider vergebens. Wir sahen unsere Unterkünfte im Wasser versinken, wie unsere Ausbildungsgegenstände von den Fluten weggetragen und für immer verloren gingen. Bei 9,40m war der Höchststand der Elbe erreicht und von unserem Platz nichts mehr zu sehen. Das war ein harter Schlag für unseren Verein.

Das Ausmaß der Zerstörung wurde erst richtig sichtbar, als das Wasser verschwunden war. Es konnte fast nichts gerettet werden. Das komplette Inventar, die Unterkünfte und Ausbildungsgegenstände gingen verloren. Wir benötigten 7 große und 2 kleine Container, um das Zerstörte zu entsorgen.

Danach begannen wir wieder bei Null. Durch die Hilfe der Stadt Radebeul bekamen wir eine neue Unterkunft durch einen Anbau an der Rückseite der Sporthalle. Dies ist nun unser neues Vereinsgebäude, welches wir uns eingerichtet haben und welches jetzt als Unterkunft, Sitzungsraum und für Feierlichkeiten genutzt wird.

Vorstand

In den Jahren des Bestehens unseres Vereines wurde er geführt durch die Sportfreunde:

  • Wauer
  • Nitzsche
  • Werner Müller
  • Eva Moosche
  • Uwe Jaschob
  • Anja Feicke

Mitglieder

Auf den nachfolgenden Seiten wollen wir die unterschiedlichsten Aktivitäten und sportliche Erfolge unserer Mitglieder mit ihren Vierbeinern vorstellen. Dabei reicht die Palette von Agility über Obedience bis zur Begleithundeausbildung.